Post vom Landesdatenschutzbeauftragten

Ei, Ei, wer einem so alles schreibt, wenn man sich bei seinem Vermieter über die neue Videoüberwachungskamera beschwert.

Ausgangspunkt war dass für das Autobahnpolizeirevier über welchem ich wohne auf Grund eines neues Erlasses der Bundesregierung eine Videoüberwachung über dem gemeinsam genutzten Eingangsbereich installiert wurde, ohne uns Bewohnern (insgesamt 4 Mietparteien) darüber schriftlich zu informieren.

Es kam wie es kommen musste: Ich geriet unschuldig ins Visier des Staatsapparates!

Nach einem unfreiwilligen Aufenthalt von nicht einmal 2 Minuten am Eingangsbereich – ich hatte mich ausgeschlossen – öffnete mir einer Uniformierter die Tür. Ich wartete natürlich brav auf einen Bekannten vom Schlüsseldienst.

Polizist: „Was machen Sie hier?“
Ich: „Ich stehe hier.“
Polizist nach einem äußerst fragezeichenbehafteten Moment:
„Wohnen Sie hier?“
Ich: kurz und knapp – „Ja“ – sonst wärs ja vielleicht um mich geschehen,
die Zellen im Keller hab ich schonmal gesehen. 😉

Nach dieser Situation fragte ich mich natürlich zu Recht, ob die mich auch filmen wenn ich „gut dabei“ vom nächsten Volksfest nach Hause trudele. Aber ich dachte auch an London und die tollen Kameras.

So fängt es nun also auch bei uns schon an, sodass man lieber gleich dagegen hält und klar macht, dass man nicht an jeder Ecke eine Kamera hinhängen kann. Zumindest habe ich im Gegenzug schon darüber nachgedacht einfach aus dem Küchenfenster auf den Hof der Polizei eine eigene Kamera zu installieren. Dabei kann die Autobahnpolizei selbst nichts dafür. Es ist lediglich etwas seitens des Bundes erlassen worden, ohne daran an unseren Sonderfall zu denken.

Nach meiner Email an das staatliche Vermögens- und Hochbauamt in Pforzheim mit Fragen zur Aufnahmedauer, Speicherdauer und Aktivierung der Videoüberwachung wurde mein Anliegen zwischen den Ämtern nun von dort zur Kreisdatenschutzbeauftragten und schließlich zum Landesdatenschutzbeauftragten weiter geleitet, weil die wohl alle selber nicht wissen, wie in diesem Fall zu verfahren ist.

Schließlich ist unser Gebäude mit dem gemeinsamen Eingang der Mieter und den Übeltätern von der Autobahn in Deutschland wohl einzigartig.

Nun liegt mein Schreiben bei Herrn Jörg Klingbeil und grinst ihn frech von der Seite an. 🙂

Ich bin gespannt, ihr auch?
Fortsetzung folgt….