FFW Hamburg stellt sich stumm zur Doppelmitgliedschaft

Der demographische Wandel macht auf den Feuerwehren immer mehr zu schaffen. Das Durchschnittsalter steigt immer weiter an und immer weniger junge Leute engagieren sich ehrenamtlich in der Feuerwehr. Dies führt dazu, dass immer öfter die Einsatzstärke bei Feuerwehreinsätzen „gerade noch so“ erreicht wird.

Aber auch aus beruflicher Sicht ergeben sich neue Herausforderungen für die BOS-Organisationen, wenn der Wohnort und Arbeitsplatz voneinander zu weit entfernt sind. Tagsüber ist es dadurch oft nicht möglich sich an Einsätzen im Heimatort zu beteiligen. Deshalb sind manche Kameraden in zwei Feuerwehren, um an beiden Orten bei Einsätzen teilzunehmen und dadurch den beruflichen und gesellschaftlichen Wandel auszugleichen.

Doch leider gibt es in verschiedenen Bundesländern immer noch zahlreiche Hürden, wenn zum Beispiel die Doppelmitgliedschaft in der Feuerwehr länderübergreifend ist.

Insbesondere ist hierbei die Absicherung durch die Unfallkassen in vielen Fällen noch nicht geklärt und somit kann auch deshalb die Aufnahme in der zweiten Feuerwehr verweigert werden.

Dies beklagt unter anderem auch Kreisbrandmeister Torsten Hensel aus dem Landkreis Lüneberg – stellvertretend für viele Feuerwehren  – und fordert unter anderem das Niedersächsische Brandschutzgesetz dahingehend zu ändern. Auch viele Feuerwehrgesetze anderer Bundesländer enthalten noch einen Passus, der die Doppelmitgliedschaft in verschiedenen BOS-Organisationen deutlich einschränkt oder unmöglich macht.

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Rettungskarte Ford Focus C-Max

== UPDATE ==

Mittlerweile ist die Webseite des ADAC wieder erreichbar. Unter adac.de/rettungskarte und rettungskarten.eu finden sich die gesammelten Rettungskarten aller Hersteller, auch von Ford. Die Liste ist dort vollständig mit den Abbildungen der Fahrzeuge verfügbar.

== /UPDATE ==

 

Eine Rettungskarte für den eigenen PKW sollte mittlerweile von jedem Auto-Hersteller zur Verfügung gestellt werden, meint man. Zahlreiche Automodelle, neue Antriebe wie Elektro, Hybrid, Autogas und Flüssiggas, verstärkte Fahrgastzellen und gehärtete Materialien in Säulen und Türen erschweren den Feuerwehren immer mehr den Zugang zu Verletzten bei einem Unfall.

Die Rettungskarte, hinterlegt in der Sonnenblende kann dabei den Einsatzkräften gute Hilfe leisten, um schneller mit hydraulischen Rettungsgeräten wie Schere und Spreizer Zugang zu verschaffen.

So wurde ich selbst als langjährig aktiver Feuerwehrmann wieder auf dieses Thema sensibilisiert, als wir kürzlich bei der Probe an einem Fahrzeug probten. Eigentlich hatte ich mir schon vor langer Zeit vorgenommen eine Rettungskarte im Auto zu hinterlegten. Schließlich war ich selbst, insbesondere zu Beginn meiner aktiven Zeit bei der Feuerwehr Bühl häufig bei schweren Verkehrsunfällen dabei.

So nahm auch ich mir nun vor endlich die Rettungskarte bei Ford herunterzuladen. Logischerweise führte mich mein erster Weg direkt auf die Webseite von Ford.

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Wehrrechtsänderungsgesetz 2010

Das Wehrrechtsänderungsgesetz welches ab diesem Jahr am 1. Dezember 2010 in Kraft tritt bringt weitreichende Änderungen mit.

Nicht nur im Zivildienst und im Wehrdienst für die Bundeswehr, bei welchen die Verpflichtungszeit auf 6 Monate verkürzt wird, sondern auch für die Freigestellten Helfer in den Katastrophenschutzorganisationen wie der Feuerwehr oder dem Technischen Hilfswerk.

Hier gilt ab Dezember nur noch eine Verpflichtungszeit von vier Jahren. Diese kann auch für bisherige Freistellungen auf Antrag gewährt werden, wenn man ab dem 30. November oder später die dann geltenden vier Jahre bereits erfüllt hat.

Ich bin allerdings der Meinung bzw. hoffe dass man als Freigestellter nicht von der Verkürzung seiner auch ehrenamtlichen Tätigkeit gebrauch macht, sondern grundsätzlich auch nach der Freistellung in der entsprechenden Organisation tätig bleibt.

Schließlich hat nicht nur die Feuerwehr seit Jahren mit Nachwuchssorgen zu kämpfen und eigentlich sollte man, wenn man sich für eine aktive Teilnahme in einer Hilfsorganisation entscheidet, dies auch mit dem entsprechenden Engagement tun ohne zwischen Freistellung oder nicht zu unterscheiden.

Rauchmelderspende von der Sparkassenversicherung

Heute wurde der Bericht über die Unstimmigkeiten zwischen dem Land Baden-Württemberg bzw. der zuständigen Behörde Vermögen und Bau aus Pforzheim und mir veröffentlicht. Durch die Schwelbrände in den vergangenen Jahren stellte ich als unabhängiger Brandschutzbeauftragter die Forderung Rauchmelder im Treppenhaus zu installieren und das aktuelle Brandschutzkonzept vorzulegen. Nichts dergleichen geschah. Verständlich, den einerseits sind Rauchmelder in Baden-Württemberg leider immer noch keine Pflicht und ein Brandschutzkonzept für dieses staatliche Gebäude mit einem erhöhten Risikofaktor hat noch nie bestanden.

Die Behörde verfolgt hier die festen Pfade der bürokratischen Regeln und riskiert ggf. durch bereits vorgefallene Fälle im schlimmsten Fall die Versicherung.

Beide regionalen Zeitungen, das Badische Tagblatt und der Acher- und Bühler Bote haben ihre Arbeit gut gemacht und das Thema zufrieden stellend beleuchtet. Geändert hat sich leider trotzdem nichts. Dennoch ist es ein Erfolg, dass man das Thema auch auf Grund des kürzlichen Wohnungsbrandes mit einem Toten nochmals aufgreift und der Öffentlichkeit in Erinnerung ruft.

Fazit: Jeder ist – zumindest was Rauchmelder betrifft – in Baden-Württemberg für sich selbst verantwortlich.

Doch ganz überraschend klingelte es heute morgen kurz nachdem ich die Berichte selbst gelesen hatte an der Wohnungstür und ein Herr und eine Dame von der Sparkassenversicherung aus Bühl kamen auf Grund der Zeitungsberichte auf einen spontanen Überraschungsbesuch durch. Der Geschäftsstellenleiter Rolf-Stephan Vogt und seine Kollegin hatten vier Rauchmelder für unser Treppenhaus im Gepäck. Vielen Dank dafür!

Diese werde ich heute nachmittag mit meinem Nachbarn in jedem Treppenhaus installieren. Natürlich wäre es anfangs auch einfach gewesen selbst Rauchmelder zu installieren, dies ist aber in einem staatlichen Gebäude genehmigungspflichtig. Zudem wäre es zu einfach gewesen, die Behörde und das Land Baden-Württemberg nicht mindestens mit dem Thema zu konfrontieren und zu sensibilisieren. Vielleicht wird es in unserem Bundesland auch irgendwann eine Pflicht für Rauchmelder geben. Eine Verringerung von bis zu 50% der Brandtoten im internationalen Vergleich sprechen für sich.

Ein weiterer Bericht in der regionale Presse zu der Übergabe der Rauchmelder durch die Sparkassenversicherung wird voraussichtlich in Kürze folgen. Wen das Thema noch näher interessiert kann sich die eindrucksvolle RTL Reportage zum Brand im Kinderzimmer anschauen.