Rauchmelderspende von der Sparkassenversicherung

Heute wurde der Bericht über die Unstimmigkeiten zwischen dem Land Baden-Württemberg bzw. der zuständigen Behörde Vermögen und Bau aus Pforzheim und mir veröffentlicht. Durch die Schwelbrände in den vergangenen Jahren stellte ich als unabhängiger Brandschutzbeauftragter die Forderung Rauchmelder im Treppenhaus zu installieren und das aktuelle Brandschutzkonzept vorzulegen. Nichts dergleichen geschah. Verständlich, den einerseits sind Rauchmelder in Baden-Württemberg leider immer noch keine Pflicht und ein Brandschutzkonzept für dieses staatliche Gebäude mit einem erhöhten Risikofaktor hat noch nie bestanden.

Die Behörde verfolgt hier die festen Pfade der bürokratischen Regeln und riskiert ggf. durch bereits vorgefallene Fälle im schlimmsten Fall die Versicherung.

Beide regionalen Zeitungen, das Badische Tagblatt und der Acher- und Bühler Bote haben ihre Arbeit gut gemacht und das Thema zufrieden stellend beleuchtet. Geändert hat sich leider trotzdem nichts. Dennoch ist es ein Erfolg, dass man das Thema auch auf Grund des kürzlichen Wohnungsbrandes mit einem Toten nochmals aufgreift und der Öffentlichkeit in Erinnerung ruft.

Fazit: Jeder ist – zumindest was Rauchmelder betrifft – in Baden-Württemberg für sich selbst verantwortlich.

Doch ganz überraschend klingelte es heute morgen kurz nachdem ich die Berichte selbst gelesen hatte an der Wohnungstür und ein Herr und eine Dame von der Sparkassenversicherung aus Bühl kamen auf Grund der Zeitungsberichte auf einen spontanen Überraschungsbesuch durch. Der Geschäftsstellenleiter Rolf-Stephan Vogt und seine Kollegin hatten vier Rauchmelder für unser Treppenhaus im Gepäck. Vielen Dank dafür!

Diese werde ich heute nachmittag mit meinem Nachbarn in jedem Treppenhaus installieren. Natürlich wäre es anfangs auch einfach gewesen selbst Rauchmelder zu installieren, dies ist aber in einem staatlichen Gebäude genehmigungspflichtig. Zudem wäre es zu einfach gewesen, die Behörde und das Land Baden-Württemberg nicht mindestens mit dem Thema zu konfrontieren und zu sensibilisieren. Vielleicht wird es in unserem Bundesland auch irgendwann eine Pflicht für Rauchmelder geben. Eine Verringerung von bis zu 50% der Brandtoten im internationalen Vergleich sprechen für sich.

Ein weiterer Bericht in der regionale Presse zu der Übergabe der Rauchmelder durch die Sparkassenversicherung wird voraussichtlich in Kürze folgen. Wen das Thema noch näher interessiert kann sich die eindrucksvolle RTL Reportage zum Brand im Kinderzimmer anschauen.

Bitte nicht kontaktieren…

Es ist ein Unding und verbreitet sich schleichend: Unpersönliche, anonyme und alleinstehende Kontaktformulare.

Einst gepriesen für effektiven Spamschutz, sind sie mittlerweile durch immer bessere Email-Spamfilter eigentlich überflüssig. Sie selbst sind bei schlechter Implementierung sogar eher eine Gefahr für die Sicherheit des Servers. Oft muss ein Captcha vorgeschaltet werden, um sich vor dem eigenen Formular und unerwünschtem Spam zu schützen. Das Ausfüllen überflüssiger Felder wird in Zeiten der eigentlich erforderlichen Datenvermeidung dem Nutzer aufgezwungen. Je nach Browser lässt sich das grundsätzlich zu kleine Fenster für die eigentliche Nachricht nicht immer selbst vergrößern.

Je nach Länge des Textes und Dauer der Eingabe ist nach einem zittrigen Klick auf den Absenden-Button der Text unwiderbringlich in einem Session Timeout verloren gegangen. Na dann lieber nochmal vorher per Copy-Paste zur Sicherheit auf dem Schreibtisch zwischenspeichern. Ein ausweichender Klick auf das Impressum offenbart dann entweder ein unvollständig gepflegtes Impressum, nur die Telefonnummer der Zentrale oder einen Ansprechpartner ohne Emailadresse. Wirklich schade. Oft wirkt dies wie eine Barriere. Dabei bietet der Inhaber durch seine Webseite doch eigentlich an mit ihm in Kontakt zu treten, oder?
Dann lobe ich doch eher das Projekt Kundenzufriedenheit bei 1und1, auch wenn ich dort kein Kunde bin.
Das strahlt Persönlichkeit aus.

Der direkte Kontakt über eine Email-Adresse, ein damit verknüpfter Name und noch besser ein Bild mit einem Lächeln des Gegenüber macht die Kontaktaufnahme leichter und viel persönlicher. Selbiges lässt sich auch als Email-Signatur sehr gut einsetzen.

Durch die Angabe einer direkten Email-Adresse lässt sich als Absender auch die eigene persönliche Email-Signatur (sofern man eine hat) und das gewohnte Email-Programm nutzen und ggf. auch gleich Bilder anhängen, wenn dies nötig ist. Stattdessen bestehen durch das Kontaktformular mehrere Barrieren.

Wenn schon ein Kontaktformular vorhanden ist, würde ich mir sinnvolle Auswahlmöglichkeiten als Betreff wünschen, die idealerweise auch gleich zu den entsprechenden Abteilungen statt zentralisiert verteilt werden. Alles machbar aber oft vernachlässigt. Ein eindeutiger Hinweis nach dem Absenden, dass die Nachricht angekommen ist sowie die Angabe dass innerhalb einer bestimmten Zeit auf die Anfrage geantwortet wird wäre von Vorteil. Dann kann der Absender trotz der Anonymität die das Formular ausstrahlt, mit einer zeitnahen Beantwortung seiner Anfrage rechnen.

Wie sieht es bei Ihnen und Ihrer Webseite aus? Haben Sie auch eines der tausend anonymen Kontaktformulare und wollen dies nun mit der Ihrem eigenen Konterfei ändern?

Wer mir hier zu diesem Blog einen Kommentar hinterlassen möchte muss leider auch ein Formular benutzen, dieses aber ganz ohne Captcha mit Fremdsprache. Hier geht es aber nicht anders und ist durchaus sinnvoll.

Kerner und die alten Leute…

Mal sehen wie Johannes B. Kerner später mal darüber denken wird, was er da im ÖR verzapft hat.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn eine fremde Person mit seinem eigenen Namen twittert. Dennoch sollte man das Thema differenzierter angehen. Sonst könnte man den Eindruck gewinnen, dass Kerner nun langsam auch zu den alten Sä.. ähm Gesellschaftsgruppen gehört, für die die einzige Herausforderung das Lösen einer Fahrkarte am Deutsche Bahn Automaten ist.