Dyson Airblade – die Revolution auf der Toilette?

Dyson Airblade in Peters Gute Backstube in BühlWer kennt das nicht? Man(n) ist in der Stammkneipe oder in seinem Lieblingsbistro. Irgendwann ist dort dann auch mal die Zeit zum Toilettengang. Und was erwartet uns da häufig? Ein alter, viel zu heiß oder zu kalt blasender Händetrockner. Oder so ein neumodisches Ding mit automatischer „Hand-unten-drunter-heb“ Erkennung, die viel zu ungenau reagiert und immer gleich wieder den Fön abschaltet wenn wir unsere Hände nicht wie wild unter der Lichtschranke hin und her schütteln.

Oder hängt im Lieblingsetablisement für das Feierabendbier neben dem Waschbecken einer dieser Endlostücherhalter die entweder dauerfeucht sind, als würden diese ständig immer wieder zurück gedreht? Ist er vielleicht schon wieder am Ende angelangt, sodass Sie sich die Hände notdürftig an Ihrer Hose abklopfen müssen?

Bestenfalls haben Sie aber einen Einwegpapierspender erwischt, der zumindest hygienisch einwandfrei aber wenig umweltschonend ist? Wie, das Papier ist schon wieder leer?

Diese Umstände werden in der Zukunft hoffentlich der Vergangenheit angehören. Denn Dyson, der Hersteller des Dyson Staubsaugers kann nämlich nicht nur Produkte entwickeln die saugen, sondern auch blasen. Ich traute meinen Augen kaum, als ich vergangene Woche im neu erbauten Peter’s Gute Backstube unter dem Octomedia in der Güterstrasse in Bühl auf der Toilette war. Dort hing ein höchst futuristisch anmutender silbergrauer Kasten an der Wand. Erst wusste ich nach dem obligatorischen Händewaschen (gell, Männer!) nicht so recht, wie man sich damit nun die Hände abtrocknen soll. Zumindest war dies das einzige „Gerät“, was sich außer den Wasserhähnen im Raum befand. Also steckte ich todesmutig meine beiden Hände von oben ich dieses – „Dings“ rein, in der Hoffnung nicht gleich beide Hände abgehackt zu bekommen (man kann ja nie wissen, bei so neumodischem Zeugs).

Das Dings – der Dyson Airblade pustete sofort mit einer affenartigen Geschwindigkeit von 640 km/h (!!!) (wenn man dem Hersteller glaube darf) in einem feinen, scharfen Strahl auf breiter Fläche im Bereich der Handgelenke auf mich ein. Wie ich auf dem kleinen aufgebrachten Aufkleber entnehmen konnte, sollte ich nun meine Hände in einem Zeitraum von 10 Sekunden langsam nach oben wieder herausziehen. Gesagt, getan. Und? Ja, alles andere als ich von einem Händetrockner erwartet hätte. Die Hände waren absolut trocken und sauber, wie als hätte ich mir vorher die Hände gar nicht gewaschen. Nicht mal mehr ein bisschen Restfeuchtigkeit war zu verspüren. Unglaublich! Es fühlte sich fast so an wie wenn das Auto in der Waschanlage von diesem überdimensionierten Rüssel trocken geblasen wird.

Nach einer Recherche scheint das „Ding“ alle Möglichkeiten zu besitzen herkömmliche mehr oder weniger erfolgreiche Trocknungsgeräte zu verdrängen. Auf der Webseite kann man die Kostenersparnis zu einem herkömmlichen Lufttrockner oder einem Papierspender berechnen. Sogar für Architekten wird eine DWG/DXF Datei zur Verfügung gestellt, um den futuristischen Trockner bereits in Konzepte und 3D Ansichten zu integrieren.

Bleibt eigentlich nur noch die Frage nach dem Preis. Den werde ich noch in Erfahrung bringen. Die verschiedenen Fallstudien können aber bestimmt nicht trügen.

10 Gedanken zu “Dyson Airblade – die Revolution auf der Toilette?

  1. Ich habe mal vor zwei Wochen über so ein Teil getwittert und ein Bild bei twitpic hochgeladen. – Geiles Teil, gibt es auch in Achern im Cafe Glatt zum testen.

  2. Nette Sache das! Scheint nach einem ähnlichen Prinzip zu funktionieren wie die Gebläse in der Waschanlage.
    Jetzt frage ich mich nur, wie Frauen, die im Regen unterwegs waren, ihren Kopf da reinbekommen sollen … ;o)

  3. yep Patrick, mir ist so ein Ding in irgendeiner Kneipe in Karlsruhe mal „über den Weg gelaufen“ und ich habe mich ebenfalls todesmutig verhalten – und war sehr überrascht, was das Teil drauf hat.

    Ob sich das durchsetzen läßt bezweifle ich: schließlich kann man sich in dem Ding nicht die Haaren fönen, wie in den herkömmlichen Handtrocknern *lach und sich wegschmeiss*.

  4. Hi Patrick,

    wundert mich, dass Du als Weltenbummler dieses Ding erst jetzt entdeckst. Ist es wohl doch nicht soweit her mit dem obligatorischen Händewaschen;-)

    Die Franzosen kennen das Fönteil schon lange. Ich habs im Centre Pompidou in Paris entdeckt- 2007-

    Gruß Christiane

  5. ich weiß jetzt zwar nicht mehr ob das Teil von Dyson war, aber so ein gefährlich anmutendes Steck-deine-Hände-rein-Teil haben wir letzten Sommer am Rheinfall entdeckt.
    Die Pfötchen sehen beim Abtrocknen ja irgendwie surreal aus… erinnert irgendwie an die Aufnahmen von Atombomben-Test (so à la Mann mit Sonnenbrille schaut dem aufsteigenden Atompilz entgegen und bekommt eine sehr schlabberige Schnute, als die Druckwelle ankommt) 🙂

  6. Hi Patrick,

    der „heiße“ Preis wird sich wohl auch bal abkühlen 😉

    Der Dyson Staubsauger kostete am Anfang ja auch weit über 800 Ocken…………..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.