Bitte nicht kontaktieren…

Es ist ein Unding und verbreitet sich schleichend: Unpersönliche, anonyme und alleinstehende Kontaktformulare.

Einst gepriesen für effektiven Spamschutz, sind sie mittlerweile durch immer bessere Email-Spamfilter eigentlich überflüssig. Sie selbst sind bei schlechter Implementierung sogar eher eine Gefahr für die Sicherheit des Servers. Oft muss ein Captcha vorgeschaltet werden, um sich vor dem eigenen Formular und unerwünschtem Spam zu schützen. Das Ausfüllen überflüssiger Felder wird in Zeiten der eigentlich erforderlichen Datenvermeidung dem Nutzer aufgezwungen. Je nach Browser lässt sich das grundsätzlich zu kleine Fenster für die eigentliche Nachricht nicht immer selbst vergrößern.

Je nach Länge des Textes und Dauer der Eingabe ist nach einem zittrigen Klick auf den Absenden-Button der Text unwiderbringlich in einem Session Timeout verloren gegangen. Na dann lieber nochmal vorher per Copy-Paste zur Sicherheit auf dem Schreibtisch zwischenspeichern. Ein ausweichender Klick auf das Impressum offenbart dann entweder ein unvollständig gepflegtes Impressum, nur die Telefonnummer der Zentrale oder einen Ansprechpartner ohne Emailadresse. Wirklich schade. Oft wirkt dies wie eine Barriere. Dabei bietet der Inhaber durch seine Webseite doch eigentlich an mit ihm in Kontakt zu treten, oder?
Dann lobe ich doch eher das Projekt Kundenzufriedenheit bei 1und1, auch wenn ich dort kein Kunde bin.
Das strahlt Persönlichkeit aus.

Der direkte Kontakt über eine Email-Adresse, ein damit verknüpfter Name und noch besser ein Bild mit einem Lächeln des Gegenüber macht die Kontaktaufnahme leichter und viel persönlicher. Selbiges lässt sich auch als Email-Signatur sehr gut einsetzen.

Durch die Angabe einer direkten Email-Adresse lässt sich als Absender auch die eigene persönliche Email-Signatur (sofern man eine hat) und das gewohnte Email-Programm nutzen und ggf. auch gleich Bilder anhängen, wenn dies nötig ist. Stattdessen bestehen durch das Kontaktformular mehrere Barrieren.

Wenn schon ein Kontaktformular vorhanden ist, würde ich mir sinnvolle Auswahlmöglichkeiten als Betreff wünschen, die idealerweise auch gleich zu den entsprechenden Abteilungen statt zentralisiert verteilt werden. Alles machbar aber oft vernachlässigt. Ein eindeutiger Hinweis nach dem Absenden, dass die Nachricht angekommen ist sowie die Angabe dass innerhalb einer bestimmten Zeit auf die Anfrage geantwortet wird wäre von Vorteil. Dann kann der Absender trotz der Anonymität die das Formular ausstrahlt, mit einer zeitnahen Beantwortung seiner Anfrage rechnen.

Wie sieht es bei Ihnen und Ihrer Webseite aus? Haben Sie auch eines der tausend anonymen Kontaktformulare und wollen dies nun mit der Ihrem eigenen Konterfei ändern?

Wer mir hier zu diesem Blog einen Kommentar hinterlassen möchte muss leider auch ein Formular benutzen, dieses aber ganz ohne Captcha mit Fremdsprache. Hier geht es aber nicht anders und ist durchaus sinnvoll.

Ein Gedanke zu “Bitte nicht kontaktieren…

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