Sugru Reparatur Knete Erfahrungen

Kürzlich bemerkte ich in den Facebook Ads eine Knetmasse namens „Sugru“ mit der man beschädigte Dinge im alltäglichen Leben wieder reparieren kann.

Das passte gerade gut, auch wenn ich üblicherweise nicht wirklich aktiv und unmittelbar auf Werbung bei Facebook reagiere.

MacBook Netzteil uvm. – mal schnell „repariert“

Denn bereits seit einiger Zeit war der neuralgische „Knickpunkt“ an einem meiner beiden MacBook Netzteile langsam in einem kritischen Zustand, sodass ein vollständiges Abknicken zu befürchten war.

Sugru Knete Reparatur

Also kaufte ich Sugru direkt auf Amazon und war bereits am nächsten Tag da.

Sugru – vielfältig, schnell und günstig

Wenn man bedenkt, dass ein neues MacBook Netzteil um die 90,- Euro kostet, war die Investition in das Sugru Starterpaket mit ca. 15,- Euro verhältnismässig günstig.

In einer stabilen Metallbox werden 8 verschiedenen Farben geliefert, welche man aufschneiden muss. Nach dem Öffnen und Verarbeiten festigt sich die Knetmasse innerhalb von 24 Stunden und bleibt dann stabil und dennoch flexibel.

Wie funktionierts und wie gut ist es?

Auch wenn die Youtube Videos von Sugru die zahlreichen Möglichkeiten gut darstellen wollte ich das natürlich unbedingt selbst ausprobieren.

So reparierte ich mit einem Propfen Sugru nicht nur das Kabel am MacBook Netzteil sondern versuchte mich auch an Kabelklemmen, welche ich mich dem überschüssigen Rest aus der Verpackung formte.

Sugru Knete Reparatur

Zwar sehen diese nicht ganz so glatt und professionell aus wie im Film. Aber die Haltbarkeit und Festigkeit der Halter an einem glatten Holzschrank ist phänomenal und funktioniert tatsächlich.

Fazit

Einfach und simpel. Sugru sollte jeder Haushalt in Zeiten der Wegwerfgesellschaft im Haus haben. Ich bin sicher, dass mir Sugru auch in anderen Bereichen – sei es zum Reparieren oder Fixieren – noch gute Dienste leisten wird.

Inbesondere auf Reisen wird sie für mich ein fester Bestandteil in der Tasche und für meine in die Jahre gekommene Honda Transalp auch noch gute Dienste leisten, um im kommenden Frühjahr die Verkleidung an manchen Stellen zu reparieren.

Betrug am Kunden? – Air Berlin Flugausfallentschädigung

Anzeigetafel Flug storniert © JiSign

Es erscheint als eine beispiellose Raffgier von Air Berlin. Das jahreslange Missmanagement der Fluggesellschaft wird offensichtlich zum Schaden und auf dem Rücken der eigenen Kunden durch interne und kundenseitige Desinformation zu refinanziert.

Das Bauernopfer „Kundenservice vs. dem eigenen Ruf des Unternehmens“ scheint nach der Reportage des WDR teuer zu werden und hoffentlich weitreichende Konsequenzen zu haben. Das Mindeste wären personelle Konsquenzen. Doch auch der Gesetzgeber ist gefragt. Geltendes Recht und der Schutz der Verbaucher wird offensichtlich systematisch ausgehöhlt und zeigt die Lücken eines zahnlosen Tigers.

Eine Form von Beschiss, titelt focus.de. Ich würde als Verbraucher nicht gleich von Betrug sprechen, auch wenn man die Vorgehensweise aus Verbrauchersicht gleichwohl dafür halten könnte. In jedem Fall tritt Air Berlin und deren Handlanger die Rechte der Verbraucher mit Füssen – im übertragenen Sinne.

Fresszettel statt Fluggastrechte

Im Unterschied zu den gestrandeten Urlaubern in der Reportage des WDR erhielt ich keinerlei Aufklärung zu meinen Fluggastrechten am Check-In Schalter. Lediglich ein Stempel mit den Kontaktdaten des Kundenservice wurde auf meinen Flugschein aufgebracht. Weder ein Angebot für eine Übernachtung noch eine Verpflegung wurden mit angeboten – obwohl diese jedem Kunden in dieser Situation zustehen.

Refinanzierung mit System

Wer als Geschädigter ebenfalls von der fraglichem Masche von Air Berlin betroffen ist sollte sich in jedem Fall die Reportage des WDR anschauen. Die Entschädigung eines einzigen Flugausfalls kann die Fluggesellschaft teuer zu stehen kommen. Fast bis zu 100.000,- Euro wären bei einer normalen Flugstrecke je nach Größe des Flugzeugs an die Kunden als Fluggastentschädigung zu entrichten. Doch nur ein Bruchteil der Fluggäste kennt ihre Rechte gut genug und ist gewillt diese auch mit langem Atem einzufordern.

Für den Rest bedankt sich dann wohl insgeheim Air Berlin – lacht sich ins Fäustchen, allen voran vielleicht sogar Geschäftsführer Wolfgang Prock-Schauer, um das marode Unternehmen mit dem Geld der Kunden wieder auf Kurs zu bringen.

Längst haben sich Agenturen darauf „spezialisiert“ der Ungerechtigkeit entgegen zu treten und bieten gegen eine prozentuale Beteiligung die Einforderung der Flugausfallentschädigung an. Ein lukratives Geschäft wie ich bereits berichtet hatte.

Auch das von Air Berlin beauftragte Call Center CCC besudelt sich in der Reportage nicht mit Ruhm und kommt in der Reportage sehr schlecht weg. Es unterstreicht sogar meine Kenntnisse zu entsprechenden unlauteren Praktiken wie Sie in der Callcenter-Branche üblich zu sein scheinen.

Mir sind bereits andere Fälle aus dem Telekommunikationsbereich bekannt – welche noch nicht öffentlich sind – die die Callcenter-Branche in der Zukunft noch weitreichender erschüttern könnten als der Fall Air Berlin. Mich würde es nicht wundern wenn hier ebenfalls der Call Center Gigant CCC eine Rolle spielen würde. Mit ca. 5.000 Mitarbeitern als Subunternehmer für zahlreiche bekannte Unternehmen könnte die aktuelle Berichterstattung zu den fraglichen Praktiken als Handlanger von Air Berlin vielleicht nicht das einzige Erfolgskonzept sein.

So drängt sich für mich mittlerweile der Eindruck auf, dass etablierte Unternehmen und externe Callcenter heutzutage nicht nur eine normale Geschäftsbeziehung führen, sondern auch „unter der Bettdecke“ weitreichende gemeinsame Interessen verfolgen.

Die Macht des Internet – ich habe mein Geld!

So war ich über die Berichterstattung der Undercover-Reportage nicht erstaunt aber froh, dass ich persönlich wohl einer der Wenigen bin, der die Flugausfallentschädigung aus eigener Kraft und ohne Anwalt dem schwarzen Schaf der Flugbranche abtrotzen konnte.

Wie bereits berichtet, habe auch ich zuerst den „normalen Weg“ der Beschwerde über den „Kundenservice“ eingeschlagen. Doch bereits nach kurzer Zeit wurde ich der standardisierten Textbausteine der Antwortemails und der durchaus gekonnten rhetorischen Raffinesse des „Kundenservice“ überdrüssig.

Air Berlin Flugausfallentschädigung – So kommen Sie zu Ihrem Geld

Air Berlin ist nicht das Erste und wird sicher nicht das letzte Beispiel bleiben, welches uns Verbrauchern vor Augen führt, wie wir an der Nase herumgeführt werden.

Es liegt an uns Verbrauchern selbst unsere Rechte zu kennen und diese einzufordern. Doch nicht immer ist der bekannte und reguläre Weg der Beste. Es gilt auch neue Wege zu finden.

Das Teilen der eigenen Erfahrung im Internet ist eine Möglichkeit, welche zumindest in meinem aktuellen Fall geholfen hat die Entschädigung in relativ kurzer Zeit nach meinem ersten Blogbeitrag zu Air Berlin zu erhalten.

Darüber hatte ich den Kundenservice von Air Berlin in Kenntnis gesetzt und meine Position und die Kenntnis der Fluggastrechte unmissverständlich klar gemacht.

Der Weg in die Öffentlichkeit war also entscheidend, um Air Berlin zur Auszahlung der Fluggastentschädigung zu zwingen.

So bleibt nur für die Zukunft das kleinere Übel zu wählen. Eine Bahnfahrt nach Berlin soll ja auch ganz angenehm sein.

Flugausfallentschädigung bei Air Berlin – eine lange Reise mit ungewisser Zukunft

Anzeigetafel Flug storniert © JiSign

Nun hatte es auch mich erwischt. Flug ausgefallen. Gestrandet in Deutschlands Hauptstadt Berlin. Es hätte natürlich auch schlimmer kommen können.

Dabei wäre der Flugausfall ohnehin für Air Berlin abzusehen gewesen, da eine einstündige Verspätung von Berlin zum Karlsruhe Baden-Airpark am 24. August gegen 21:20 Uhr zwangsläufig zu einem Ausfall hätte führen müssen.

Denn soweit bekannt, besteht am Baden-Airpark ab 23 Uhr keine Fluggenehmigung mehr. Summa summarum hätte sich durch die Verspätung somit eine Ankunftszeit auf 23:30 Uhr ergeben.

Die Email mit dem Hinweis auf die Verspätung hätte man sich also fast sparen können. Ich vermute, dass diese mit dem Hinweis auf die Flugverspätung ohnehin computergesteuert ausgelöst worden war. Also trudelten alle Reisenden in der Erwartung, der Flug würde stattfinden, am Check-In am Flughafen Berlin-Schönefeld ein, um bereits kurz darauf von der Annulierung zu erfahren.

Nun denn. So galt es für mich, das Beste daraus zu machen. Glücklicherweise hatte ich über das Wochenende bei einem Freund verbracht und musste mich somit nicht auf die Suche nach einem Hotel machen.

Dennoch machte ich mich sogleich kundig und wurde schnell bei der Kanzlei Narewksi bei deren Rechner für die Flugausfallentschädigung fündig. 250,- Euro stehen mir zu. Immer noch. Denn nach zahlreichen Emails mit Air Berlin und der Nennung der Bankdaten tut sich – nichts!

Air Berlin steht bisweilen nicht gut da, so viel ist sicher schon jedem bekannt. Dennoch bestehe ich selbstverständlich auf meinem Recht als Passagier. Den größten Schaden habe ich durch die Annulierung insbesondere im Verlust eines ganzen Tages, den ich zu spät wieder in der Firma war.

Gut gemeinter Rat auf Abwegen

Der letzte Anruf an der Air Berlin Hotline brachte die vermeintliche Lösung. Mir wurde die Emailadresse des Ombudsmann für Air Berlin genannt, eine Kanzlei mitten in Berlin. Doch nach genauerer Recherche ist diese „nur“ für die Korruptionsprävention für oder innerhalb der Fluggesellschaft Air Berlin tätig. Da muss man sich tatsächlich fragen, wie die Air Berlin Hotline dazu kommt im Fall einer berechtigten Forderung auf eine Flugausfallentschädigung diesen Kontakt herauszugeben. Air Berlin scheint sich selbst nicht im Griff zu haben.

Nun denn, so kontaktierte ich die Kanzlei in der Hoffnung dass diese meine Fluggastrechte beschleunigen könnte, zumal diese bereits seit 3 Monaten unbearbeitet geblieben sind. Wie zu erwarten konnte die Kanzlei mein Anliegen zwar nicht formal bearbeiten, dennoch versprach man mir mein Anliegen nochmals an den direkten Ansprechpartner bei Air Berlin weiterzuleiten. Soweit so gut. Man wird sehen, ob dies nun den erhofften Abschluss bringt.

Grundsätzlich scheint bei der Berücksichtigung der Fluggastrechte einiges im Argen zu liegen. So tummeln sich rund um das Thema Flugausfall und Flugausfallentschädigung bereits zahlreiche Dienstleister im Netz, die damit offensichtlich richtig Geld verdienen.

So geht Kunden verlieren richtig

Es ist ein deutliches Zeichen, wenn bei der Google-Suche nach „Air Berlin Flugausfallentschädigung“ Unternehmen wie Euclaim, Flightright, Refund.me und Fairplane um die Gunst der Geschädigten Air Berlin Kunden buhlen, um dann mit beispielweise 22,5% Prozent an der Eintreibung der Flugausfallentschädigung zu verdienen. Die Versäumnisse von Air Berlin & Co. scheinen für andere ein einträgliches Geschäft zu sein.

Mich ärgert das. Und Sie?

Meines Erachtens wäre die schnelle und nervenschonende Abwicklung bei einem Flugausfall die sinnvollste Methode für jede Airline, um den Kunden möglicherweise weiterhin an sich zu binden. Stattdessen verspielen diese eine wichtige Vertrauens- und Zufriedenheitsgrundlage und verlieren den ehemaligen Kunden womöglich dauerhaft an Dienstleister, die die Arbeit übernehmen, die eigentlich Air Berlin & Co. machen müssten.

So stelle ich mir keine zeitnahe Flugausfallentschädigung vor. Ab Dezember werde ich dann wohl meine Advocard in Anspruch nehmen müssen, um das Thema zumindest für mich persönlich endlich abschließen zu können.

Update zur Flugausfallentschädigung

Bereits kurz nach der Veröffentlichung dieses Blogbeitrag und einer entsprechenden Mitteilung an Air Berlin wurde mir die Überweisung der Entschädigung zugesichert und auch recht zeitnah überwiesen.

Es macht also durchaus Sinn, sich mit dem Anliegen der eigenen Flugausfallentschädigung nicht nur an einen Anwalt, sondern auch an die Öffentlichkeit zu wenden, um den Druck für die berechtigte Entschädigung auf die jeweilige Fluggesellschaft zu erhöhen.

Weiterhin kann ich mich dem Eindruck natürlich nicht verwehren, dass der Zurückhaltung entsprechender Entschädigungen bei einem Flugausfall rein betriebswirtschaftliche Gründe zu Grunde liegen.

Warum ich die Ice Bucket Challenge nicht so unterstütze wie sie gedacht war

Ja, auch ich bin zur Ice Bucket Challenge nominiert worden. Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht alles mitmachen muss und gerade in solchen Dingen ein Rulebreaker bin. Sich Wasser über den Kopf zu schütten ist ungefähr so sinnvoll wie dies mit tausenden 1-Cent Münzen zu tun. Zum Glück hätte ich noch einen alten Feuerwehrhelm im Keller. Denn das tut bestimmt ganz schön weh…

Der Zeitpunkt zur Nominierung kommt auch ziemlich ungelegen, da ich mich ab morgen den ganzen Tag in einer Klinik in Freiburg befinde. Der Grund ist ebenfalls eine Erbkrankheit in meinem nächsten Umfeld. Von dieser sind ca. 30.000 Menschen in Deutschland betroffen. Bei ALS sind es 6.000.

Wo ist der Unterschied? Es gibt für mich keinen. Gerade deshalb habe ich eine differenzierte Sicht, auch wenn ALS in Verlauf und Ende deutlich schlimmer ist. 3 Nominierungen pro Trittbrettfahrer – von denen oft nicht bekannt ist, ob gespendet wurde oder nicht. Das macht x hoch 3 Nominierungen pro Nominierer. Auch als Nicht-Mathematiker kann man sich dies einfach ausrechnen. Das Ergebnis ist inflationär und es darf als sicher gelten, dass sich die Kneifer nicht so öffentlichkeitswirksam zur Schau stellen wie die Wasserträger. Vielleicht kennt der ein oder andere die „Geschichte mit dem Reiskorn auf dem Schachbrett“ (kann gegoogelt werden).

Vielen Dank Jörg trotzdem, für die Nominierung. Ich wusste, dass du an mich denkst. Ich spende deshalb und spare das Wasser lieber für den Kanister im Auto, denn das ist an der Autobahn schon teuer genug (http://www.change.org/p/dr-stefan-ewert-wasser-an-der-autobahn-wird-unbezahlbar).

Um zu spenden, bedarf es natürlich auch eines seriösen Empfängers. Das Spendenkonto der Sparkasse der Charité Berlin erscheint mir hier genau die richtige Wahl.

Kasse der Charite
Berliner Sparkasse
IBAN:  DE53100500001270005550
BIC: BELADEBEXXX
*Verwendungszweck: Ice Bucket/89751010

als_spendenkontoWohl denn, wenn Freiwillige die ALS-Challenge (wie sie korrekterweise heißen müsste) mit einer Spende unterstützen möchten. Nominierungen gibt es von mir nicht. Nicht weil bis heute nicht bekannt ist, wie viel finanzieller Aufwand tatsächlich nötig ist, um Erbkrankheiten jeder Art erforschen und therapieren zu können. Sondern weil jeder der sich sozial, ehrenamtlich oder finanziell engagieren möchte dies so tun kann und sollte wie er möchte.

Keine Frage, die Welle an Spendenwilligkeit die ein leider Ertrunkener mit seiner Idee ins Leben gerufen hat ist phänomenal. Aber sie birgt auch Risiken. Spenden die auch bei anderen Notleidenden (AIDS, Ebola, uvm.) dringend benötigt werden rücken damit langfristig in den Hintergrund. Ich hoffe, dass der virale Effekt keine Schule macht, sondern das ehrlich und aufrichtig in der heutigen Gesellschaft grundsätzlich dort geholfen wird wo man gebraucht wird und sich nicht mit einem Eimer Wasser freikauft.